Moortheater im Venedig des Nordens

Auch zur 2. Werkstatt Bildungscampus und Kulturszene am 28.04.16 Malchin zählten wir knapp 20 Malchiner und Malchinerinnen, die der Einladung ins Fritz-Greve-Gymnasium gefolgt waren. Moderiert wurde die zweistündige Diskussionsrunde von Wolf Scherer und Claudia Burmeister. Es stand die Frage, wie sich Malchin – als Stadt im ländlichen Raum – mit Bildungscampus und Kulturszene profilieren könnte. Welche Infrastruktur und welche Inhalte braucht es dafür und welche Aktionen mit überregionaler Ausstrahlung sind nötig.

DSC_1441 900Herr Scherer bedankte sich einführend, dass der Zukunftszug im Gymnasium Station macht, passt es doch gut in die Zeit, insbesondere zur Kulturnacht, die am 29.04.16 zum 10 Mal stattfand.

Joachim Borner bot als Diskussionsleitfaden mehrere Themencluster an, die aus den Bürgervorschlägen zusammen getragen worden waren.

Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen finden Sie hier.

Zur Untersetzung der beiden Schlüsselprozesse Bildungscampus und Kulturszene haben die Malchiner Bürger und Bürgerinnen zahlreiche Konkretisierungen eingebracht, die Sie hier.
finden.

Abschließend wurde bemerkt, dass die Zeit reif für einen Stimmungs- Mentalitätswechsel ist, Bildung und Kultur neu zu denken.

Joachim Borner schloss mit den Worten, dass dieses Programm auch ein Lernprozess für die Stadt und die Bürger sei und man zu Beginn nicht sicher war, dass Stadt und Bürgerschaft zusammenfinden. Jetzt steht an, dass das Nachdenken und Beraten übergeht in das Umsetzen.

Erster Erfolg: Außerhalb der Veranstaltungsreihe der Zukunftsstadt haben sich die Malchiner und Malchinerinnen zu einem Kulturstammtisch verabredet. Wir informieren über diesen Temin auf diesem Blog!

 

Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen finden Sie hier

Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen

  • Wie könnte eine gemeinsame, positive Identität von Malchin und den Ortsteile unter der Überschrift BILDUNG und KULTUR beschrieben werden? Könnte sich Malchin – als Stadt im ländlichen Raum – mit Bildung und Kultur profilieren? Was für Bildung brauchen wir?
  • Gründe, warum Familien nach Malchin ziehen könnten sind: Naturlandschaft, preiswerter Wohnraum, Bildungs- und Kulturangebote entlang der Biographie. Dieser letzte Punkt wird konkretisiert werden müssen.
  • Brauchen wir eine lokale Bildungslandschaft?
    Ja
  • Lokale, (malchiner) Bildungslandschaft ist das Netz der unterschiedlichen Lernorte und Lernsituation sowie Bildungsträger. (Schulen, Museen, Kultur- und Umweltprojekte, Bibliothek, Vereine..). (Lernen in Projekten und realen Experimenten). Vor allem die schulischen Bildungsträger der Region – von Gielow bis Dargun verbinden sich zu einem „Zweckverband – Bildung“.
  • Der wird unterstützt durch (Bildungs)Beratung – hinsichtlich von Ausbildung, Berufen und Studiermöglichkeiten, hinsichtlich von Lernformen, hinsichtlich eigener Stärken und möglicher Orientierung.
  • Lernen zielt auf Kompetenzen = „es machen können“; Bildung fördert selbstorganisiertes Lernen, das auf diese Handlungs- und Gestaltungskompetenzen zielt und formales und informelles Lernen kombiniert und Klassenraum und Praxis verbindet.
  • Wir brauchen eine digitale Bildungslandschaft
  • Lernen im und mit dem Netz
  • Das Teilen und die Mehrfachnutzung von digitalen Bildungseinheiten (Lernvideos, MOOCs, Peergruppenaufgaben) durch verschiedene Lehrende in unterschiedlichen Lernsituationen
  • Demokratischer Zugang zu Wissen und Erfahrung (z.B. Khan-Academie // 4000 kostenlose Lernvideos mit 10 Mio Nutzern/Monat)
  • Lernaufwand reduziert sich um Faktor 4 (10 Minuten gute Lernvideos = 45 Minuten Unterricht); und Verbesserung des Wissensverständnisses (Wiederholbarkeit, multiples Lückenschließen). Wissenslernen im Blended-Learning (zu Haus, mittels tablet und smartfon): das erschließt Zeit für neue Lern-, Anwendungs- und Kreativitätskompetenzen in der Schule / Hochschule.
  • Wir holen uns die besten Lehrer/Wissenschaftler/Experten = Vermittler und die besten Inhalte über das Internet in unsere Region
  • und als zentrale Stelle den Bildungscampus einrichten
  • Ort des Anwendens von Wissen und Können (Experimentierräume)
  • Werkstätten für Technik, Gestaltung, Kunst, Lebenswissen
  • mit Start-ups – Laboren für junge Gründer/Absolventen (Maker Geragen)
  • Ort für globale digitale Vernetzung zur gemeinsamen Weltrettung: Problemlösung der planetarischen Leitplanken.
  • Ort der Malchiner Stadtuniversität: Universität der Veränderungen (Transformationen). Mittels der „Internationalen Stadtuniversität“/Bildungscampus werden wir Wissen zur Umgestaltung in die Stadt holen (Kooperation mit internationalen Universitäten, Fachinstituten und „guten Beispielen“ und unser gesammeltes Wissen in der Stadt halten und dokumentieren –über kluge Stadtumgestaltung, Klimaanpassungsmaßnahmen, kommunale Wertschöpfung, Bildungsberatung etc.
  • Jugend- und Studierclub
  • Lernen basiert auf breitem Angebot von allgemeiner Bildung und fachdidaktischem Schulwissen (Beruf, Hochschule), kultureller-, umwelt- und politischer Bildung
  • Ansiedlung neuer Arbeit: (a) Digitale Unternehmen / „3-D-Drucker; (Internet)dienstleistungen (Repaircafé), (b) Regionale und urbane Gärtnereien/Bauern für regionale Grundversorgung und Wertschöpfung; (c) Handwerk: traditionelle Gewerke: Holz, Schmiede, (d) Erlebnis-, Bildungs- , Natur-/Wasser- und Gesundheitstourismus (Besucherzentrum Zukunftsstadt; Spaziergänge)
  • Bildung zum Abbau von Ungleichheiten zwischen Arm und Reich durch Kombination von integrierter Steuer-, Wohnungs- und Bildungspolitik sowie Wirtschaftsförderung. Flexibilisierung kommunaler Daseinsvorsorge und Eröffnung von Handlungsspielräumen für Bürgerprojekte. Mit einer Bürgerstiftung, kontinuierlichen Bürgermeistergesprächen, einem Jugendparlament a. wird die Beteiligungsmöglichkeit der Bürger gestärkt.
  • In und um Malchin ist eine Kunst – und Kulturszene entstanden, die ein prägendes Merkmal für die Stadt ist, die es weiter zu entwickeln gilt.(Kummerower Schloss, Literatur und Reutermuseum Stavenhagen, Schloss Ivenack). So sollten im Hufeisen des Schlossparkes in Remplin wieder klassische Konzerte stattfinden, die von den „Mecklenburger Festspielen“ bespielt werden
  • Die Altstadt als historisches und kulturelles Zentrum mit öffentlichen (mehrgenerationen) Treffpunkten (Kulturforum mit Bürgerzentrum und Bibliothek und Musiksaal)

Die Konkretisierungen der Bürger und Bürgerinnen.

Die Konkretisierungen der Bürger und Bürgerinnen.

  • Kleine Manufakturen in der KfL-Halle
  • Campus als Neubau zwischen Fritz-Greve-Gymnasium und Marcusschule mit großer Aula (Veranstaltungsraum).
  • Musikproberaume für Jugendliche
  • Konzerthalle
  • Kreativwerkstätten mit Heilkräuterküche
  • Vernetzung der Kulturschaffenden, die gerne ihren Wirkungskreis da haben möchten, wo sie auch leben
  • Kulturstammtisch
  • Etwas schaffen im Kulturbereich, was Bestand hat.
  • Kunstschule Werkstatt-Kultur, wo alles drin sein kann
  • Generalanzeiger mit Künstlerportraits
  • ein Ort, an dem man sieht, was es alles an naturwissenschaftlichen Exponaten gibt
  • Funktionaler Veranstaltungsraum für 300 Personen
  • Lehrpfade, Läden zur Veranschaulichung von Natur (als große Ressource für Kinder)
  • Das, was da ist an Kultur, in ein Konzept packen, damit Gäste kommen, das große Potential an Kultur und Lebensqualität muss für die Gäste erkennbar sein
  • Kulturkalender und Kulturführer
  • Triathlon, Segelregatta, Historische Fahrradtour, Remplin (Grafenfamilie Hahn), August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Fritz Reuter, Siegfried Marcus
  • Familienzentrum
  • Neues Schulgebäude mit einer Mensa, die für Kultur und Gastronomie/Gastrosophie genutzt werden kann
  • Finanzierungsmodell für Kulturgebäude
  • RAW – kulinarische Markthalle, Kunstmarkthalle mit Photovoltaik und Elektrobuss
  • Kleine Manufakturen, Galerien in der KfL-Halle
  • Existenzgründerzentrum mit Bildungsberatern für Kreative, Ingenieure …
  • Kommunikationsbasis für Kulturraum Malchin (www. …)
  • Die Stadt muss den Rahmen schaffen
  • Bildungs- und Kulturzentrum
  • Kulturtempel
  • Seniorengerechtes Kulturzentrum
  • Im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen Tagungsort (zu allen Themen)
  • Moortheater im Venedig des Nordens
  • Bildungscampus: Wir brauchen eine (andere, neue) Idee, was Schule und Lernen alles sein kann, natürlich auch mit neuen Medien, ein Campus, in dem alles zusammenfließt
  • Die Kulturnacht geht raus aus der Schule in die Steinstraße/ Fête de la Musique
  • Künstler haben (umsonst) eine große Halle bekommen und ein Kulturzentrum draus gemacht
  • regionale Bildungslandschaft: besonderes gute Schulen und gute Zusammenarbeit

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