Dörfer sollen Dörfer bleiben und Malchin soll Stadt werden

Und wieder zählten wir am 26. April mehr als 20 Malchiner und Malchinerinnen, die der Einladung zur 1. Werkstatt Stadt- und Ortsansichten heute und morgen (Malchin und Ortsteile) in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses gefolgt waren. Bürgermeister Axel Müller moderierte die fast zweistündige Diskussionsrunde, die sich um die Frage drehte, wie sich das Verhältnis von Stadt und Ortsteilen/Dörfern in der Zukunft entwickeln sollte.

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Joachim Borner bot als Diskussionsleitfaden mehrere Themencluster an, die aus den Bürgervorschlägen zusammen getragen wurden. Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen finden Sie hier.

Die Malchiner und Malchinerinnen fanden sich in den Themen wieder und haben für die Entwicklung des Verhältnis von Stadt und Ortsteilen/Dörfern in der Zukunft konkrete Vorschläge und Ideen eingebracht.

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Die Konkretisierung aus den Dörfern finden Sie hier.

Hier finden Sie die Konkretisierung aus der Stadt.

Bzgl. des Prozesses, den die Stadt mit dem Projekt Zukunftsstadt Malchin initiiert hat, wurde bemerkt, dass es wichtig ist, die Bürger mitzunehmen. Die Zusammenarbeit der Stadt mit der Bevölkerung wird positiv wahrgenommen, da eine Aufbruchsstimmung geschaffen wurde, die einlädt, mitzumachen.
Gleichzeitig wurde auch darauf hingewiesen, dass der Bürgerwille auch umgesetzt werden sollte, zumindest bei kleinen, umsetzbaren Dingen (wie zum Beispiel bei den Parkplatzgebühren, Anmerkung der Redaktion).

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Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen finden Sie hier

Die Themencluster aus den Bürgervorschlägen

  • Wie könnte eine gemeinsame, positive Identität von Malchin und ihrer Ortsteile beschrieben werden? (Stadt-Land, Kulturraum-Naturraum, Malchin – Stadt mit unterschiedlichen Gesichtern: z.B. Remplin, welche Besonderheiten sind jeweils für Stadt und OT charakteristisch und ergeben zusammen einen Blumenstrauss?);
    Autonomer(e) Stadtsysteme v.a. im Energiebereich (Strom und Wärme) und in der Grundversorgung mit Nahrungsmittel/Baustoffe

    • Wie sieht ein passendes Stadtmarketing aus?
    • Slogans: „Malchin ist schön“ / Malchin ist –hundertwasserBunt“ oder „Wir beanspruchen uns“ – geistig und körperlich und politisch (wir sind nicht bequem!!)
  • Malchin ist Wohnstadt, „Zentrum des Handels, des Handwerks, der Bildung, der Gesundheitsfürsorge, der Kunst und des Tourismus.“
    Malchin will vor allem eins haben: Kurze Wege, dichte Bebauung (mit Parks ohne Brachen).

    • Umgestaltung von Weststadt: Rück- und Umbau der Wohnanlagen, Verkehrsberuhigung und Einrichtung des Bildungscampus mit Start-ups und digitaler Bildungslandschaft in der Region
    • Altstadt als historisches und kulturelles Zentrum mit öffentlichen (mehrgenerationen) Treffpunkten (Kulturforum mit Bürgerzentrum und Bibliothek und Musiksaal …; grüner Begegnungspunkt und Spielplatz mit (Lese)Cafe´s; Gesundheitszentrum mit Wellness und Ernährungsberatung, Festplatz) (die Kultur fährt zu uns);
    • Verdichtung der Bebauung: Klimaneutraler Umbau von Leerstand zu preiswertem Wohnraum für Neuansiedler/Unternehmensgründer; Umbau von Industriegebäuden zu Mehrgenerationen-Wohnkomplexen (Pilotprojekte); ökologische Stromtarife bei Stadtwerken und Markthalle für regionale Produkte; ein Werkstatthaus für alle (als Stiftung)
    • Die Art, wie wir Malchin gestalten prägt uns Malchiner! – sagt Jan Gehl – dänischer Architekt
    • Stärkung der Attraktivität der Stadtränder (mit Sitzbänken vor unseren Häusern)
    • Ausbau der Steinstrasse und des Marktes zu einem Online-offline Geschäftsviertel.

 

  • Ansiedlung neuer Arbeit:
    • (a) Digitale Unternehmen / „3-D-Drucker; (Internet)dienstleistungen (Repaircafé),
    • (b) Regionale und urbane Gärtnereien/Bauern für regionale Grundversorgung und Wertschöpfung;
    • (c) Handwerk: traditionelle Gewerke: Holz, Schmiede,
    • (d) Erlebnis-, Bildungs- , Natur-/Wasser- und Gesundheitstourismus (Besucherzentrum Zukunftsstadt; Spaziergänge)
  • Mobilität: die Altstadt ist verkehrsberuhigt; die Internethandelslogistik ist zentralisiert; die Verkehrsverbindungen von Malchin zu den OT erfolgt über Zubringer (Dorfbus/Dorftaxi) zu den Hauptachsen: Demmin – Malchin – Waren und Teterow – Malchin – Stavenhagen. Die Wasserstrassen werden für den Verkehr (und fürs Wohnen) erschlossen. Nötig: angepasstes Carsharing. Ausbau des (e)-Fahrradwegenetzes.
  • Regionale Wertschöpfung (Stabilisierung des kommunalen Haushalts) durch Rekommunalisierung oder „Herr im eigenen Haus“.
    • z. B. kommunale Energiewende und Energiesouveränität: (regenerativer Strom- und Wärmemarkt) und Energieeffizienz von Gebäuden und Strassenzügen (least cost planning), Optimierung städtischer Werk- und Wertstoffströme (Kreislauf);
    • Inwert-setzung ökologischer Dienstleistungen (Waldaktie, Moorfuture, Flächenzertifikate etc.
    • Einrichtung einer Stadtentwicklungsfirma
  • Mittels der „Internationalen Stadtuniversität“/Bildungscampus werden wir Wissen zur Umgestaltung in die Stadt holen (Kooperation mit internationalen Universitäten, Fachinstituten und „guten Beispielen“ und unser gesammeltes Wissen in der Stadt halten und dokumentieren –über kluge Stadtumgestaltung, Klimaanpassungsmaßnahmen, kommunale Wertschöpfung, Bildungsberatung etc.
  • Abbau von Ungleichheiten zwischen Arm und Reich durch Kombination von integrierter Steuer-, Wohnungs- und Bildungspolitik sowie Wirtschaftsförderung. Flexibilisierung kommunaler Daseinsvorsorge und Eröffnung von Handlungsspielräumen für Bürgerprojekte. Mit einer Bürgerstiftung, kontinuierlichen Bürgermeistergesprächen, einem Jugendparlament a. wird die Beteiligungsmöglichkeit der Bürger gestärkt.
  • Anreizsysteme: Bürgerehrenamtliche haben freien Eintritt in alle öffentliche Einrichtungen : Goldene Stadtkarte; Benennung und Ehrung von Bürgern für vorbildliches und ästhetisches Gestalten der Umwelt (vielleicht über Wettbewerbe?)

 

Die Konkretisierung aus den Dörfern finden Sie hier

Die Konkretisierung aus den Dörfern finden Sie hier

  • Die 13 Dörfer können unterschiedlicher nicht sein.
  • Wenn Dörfer Wirtschaftsstandorte sein wollen, ist eine Online-Anbindung nötig
  • Digitale Infrastrukturen im ländlichen Raum organisieren
  • Man muss sich das Wohn- und das Wirtschaftsumfeld der Dörfer im einzelnen ansehen
  • Jedes Dorf ist anders, hinsichtlich seiner Mobilität, seines Wohn- und Wirtschaftsumfeldes
  • Eine Verbindung zwischen den Ortsteilen und der Stadt schaffen (über die Straße mit Minibus, Taxiunternehmen….)
  • Sternwarte in Remplin hat eine große Anschschlussfähigkeit für die Wissenschaft.
  • Dörfer sollen Dörfer bleiben, Malchin soll Stadt werden
  • Mitfahrbank in kleinen Gemeinden
  • Ortsteile in Gänze aufrechterhalten, jeder Ortsteil ist einzigartig
  • Abwanderung Älterer von den Dörfern in die Stadt und Jüngerer in die Dörfer
  • Infrastrukturen für Dörfer schaffen für Wirtschaftszweige, die z.B. auch in Hagensruhm funktionieren
  • Ortsteile für junge Leute attraktiv machen
  • Betreutes Wohnen in Dörfern, Spezifik der Dörfer erhalten
  • Anwerben von kreativen, innovativen jungen Leuten, der Raum und die Dörfer sind dafür prädestiniert
  • Mitbringfest in den Dörfern organisieren
  • Jugendliche kommen wieder (30+) und wollen wieder zurück aufs Dorf
  • „Bei Euch ist was los“ als Motto für Dörfer für Sport und Kultur
  • Shuttle von den Ortsteilen in die Stadt, um Ältere länger in den Ortsteilen zu halten
  • Zusammenschluss von z.B. Kleintierzüchtern (in Gemeinschaft oder allein) in den Dörfern, und Schaffung von Vermarktungsmöglichkeiten für regionale und biologische Produkte
  • Badestrand z.B. Salem beleben
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Hier finden Sie die Ideen aus der Stadt.

Hier finden Sie die Ideen aus der Stadt.

  • Prognose, die Kernstadt schrumpft, oder wir holen Menschen her (über Arbeit und Attraktivität)
  • Die Stadt hat Attraktivität für Ältere
  • Musikschule braucht unbedingt einen großen Saal und oder/ ein vernünftiges Kulturzentrum
  • Stadtbibliothek ist als Treffpunkt insb. in den Ferien beschnitten
  • Raum, um Filme zu sehen, z.B. Bibliothek
  • Mehrgenerationenwohnen
  • Gute Gastronomie in Kösters Eck u.a.
  • Profilieren der Stadt steht an
  • Die Jungen gehen wegen des niedrigen Lohnniveaus weg
  • Gut einkaufen und gut essen, es ist nur eines von beiden da
  • Profilierung durch die Bürger/Unternehmen z.B. durch Blumenrabatten beginnt schon
  • Name darf nicht allzu weit her gegriffen sein, Frage: Was macht die Stadt einzigartig
  • Alleinstellungsmerkmale über Bürgerbefragung erheben
  • Marktplatz frei von Parkplatzgebühren
  • Straße bei der Eisdiele sperren
  • Umbau der Platten im Hundertwasserstil
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