STROLLOLOGY (Spaziergangswissenschaft, Promenadologie)

In den frühen 80er Jahren begründete Lucius Burckhardt die Wissenschaft des Spazierengehens, die er als Promenadologie (Englisch: Strollology) bezeichnete. Seine Haupthypothese bestand darin, dass „Design im Unsichtbaren“ besteht (Burckhardt 1980/ 2012).

Alle sichtbaren Objekte sind eingebettet in ein gesellschaftlich-wirtschaftliches System, welches durch den Menschen geformt ist, aber auf den ersten Blick unsichtbar bleibt. Aus diesem Grund bedarf es eines Mittels, Einblicke hinter die Fassade der Dinge zu bekommen.

Burckhardt ermächtigt sich einer Ästhetik, welche nicht zwischen sichtbaren Objekten unterscheidet und sie isoliert. Er versuchte sie in ihren Kontexten zu untersuchen und Muster zu bilden. Laufen ist eine tägliche Erfahrung, welches es einfach macht, solche Muster zu erkennen.

Wenn wir eine Gegend durchqueren, sei es in urbanen oder ländlichen Gebieten, nutzen wir unsere verschiedenen Eindrücke, um einGesamtbild im sozialen Kotext zu generieren.

Quellen und weitere Literatur:

Lucius Burckhardt Writings (2012): Rethinking Manmade Environments. Politics, Landscapes & Design. Editors: Jesko Fezer, Martin Schmitz, Springer Vienna Architecture.

Burckhardt, Lucius (1980/2012): Design Ist Unsichtbar. Entwurf, Gesellschaft und Pädagogik. Martin Schmitz Verlag., engl. version in: Lucius Burckhardt Writings (2012), S. 153ff.
Burckhardt, Lucius (1985): Die Spaziergänger-Schule. Eine Begehung des Parks Wilhelmshöhe in Kassel. Kunstforum International, Bd. 81, S. 294ff.

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